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artho GmbH


           

CICAS-Standardisierung

bei der artho GmbH

CICAS-Standardisierung

CICAS-Schnittstellen

Gegenstand des Projekts „Camera Interface for Car Savety“ (CICAS) war die Erarbeitung eines detaillierten Vorschlags zur Standardisierung der Schnittstelle zur Steuerung von Hochgeschwindigkeitskameras im „Sicherheitsversuch“. Das Projekt wird von dem Arbeitskreis „Bildverarbeitung im Sicherheitsversuch“ der deutschen Automobilindustrie gefördert und betreut. Bearbeitet wurde das Projekt durch die artho GmbH.


Motivation

Derzeit entwickeln die Kamerahersteller für ihre Kameras spezifische Schnittstellen zur Kamerasteuerung, welche die Gesamtfunktionalität der jeweiligen Kameras unterstützen. Für die zentrale Steuerung von Kameras unterschiedlicher Hersteller bieten Integratoren Softwaresysteme an. Diese müssen ihre Software jeweils neuen Kameramodellen anpassen und erweitern. Somit wird der Anwender mit Anpassungsaufwänden und häufigen Versionswechseln belastet.

Um hier eine Verbesserung zu erreichen, soll gemeinsam mit den Kameraherstellern und Softwareanbietern eine allgemeingültige Standardschnittstelle definiert werden, die einen Funktionsumfang Sicherheitsversuch beinhaltet. Hiermit ergeben sich folgende Vorteile für den Anwender:

  • einfache und flexible Nutzung verschiedener Kameratypen
  • stabiler und fehlerarmer Betrieb der Kamerasysteme
  • gleichartigere Benutzung und Bedienung der Kameras
  • klare Verantwortlichkeiten der Zulieferfirmen bei Problemen, Verbesserung der Servicequalität
  • weniger Systemversionen und Wartungsaufwände
  • schnellerer Test und Einsatz neuer Kameras, reduzierte Integrationskosten
  • vereinfachter Einsatz von für Spezialaufnahmen ausgeliehenen Kameras

Zielsetzung

Die Standardschnittstelle sollte zukünftig bei allen neuen Kameramodellen angeboten werden. Die Integratoren sollen die Standardschnittstelle kurzfristig in ihren Softwaresystemen unterstützen. U.a. wurden die folgenden Arbeitspunkte für den Vorschlag geleistet:

  • Definition des benötigten Funktionsumfangs für den Sicherheitsversuch
  • Erarbeitung eine Konzept welches die Integration von optionalen / spezifischen Funktionen ermöglicht
  • Einsatz einer großen Anzahl verschiedener Hochgeschwindigkeitskameras wurde berücksichtig
  • Berücksichtigung von Aspekten für eine performanten späteren Realisierung
  • Einfache Realisierung für die Integratoren und Kamerahersteller

Realisierung

Die Anforderungen des Arbeitskreises an Hochgeschwindigkeitskameras sind überschaubar und werden von den meisten Kameraherstellern bereits vollständig realisiert. Aufgefallen sind die sehr unterschiedliche Nomenklatur und Begriffsdefinition. Ihre Vereinheitlichung wurde auch von den beteiligten Projektpartnern als „Herausforderung“ bezeichnet. Zunächst wurden die Anforderungen an eine Schnittstelle für Hochgeschwindigkeitskameras analysiert und dokumentiert. Zusätzlich wurden die Aufgabenstellungen im Projekt um eine erste detaillierte Abstimmung und Definition der Begrifflichkeiten erweitert.

Die Analyse bestehender Standards für Industriekameras konzentrierte sich letztendlich auf die Detailanalyse der Spezifikation von GenICam. Diese ist am weitesten fortgeschritten und gewinnt in der Industrie zunehmend an Bedeutung. Die Spezifikation erfüllt nicht die in diesem Projekt gestellten Anforderungen. Sie ist zu komplex und die Modellbildung der Spezifikation ist nicht hinreichend kompatibel zu Hochgeschwindigkeitskameras. Allerdings flossen wesentliche, GenICam entsprechende Anregungen in die hier vorliegende Spezifikation ein.

Ausblick

Folgende weiteren Arbeiten sind nach Projektabschluss als mögliche Weiterführung des Themas sinnvoll:

  • Realisierung der Schnittstellenspezifikation (Referenzimplementierung)
  • Spezifikation und Realisierung eines Software Development Kits (SDK) für die Rohdatenspezifikation
  • Erweiterung und Pflege eines zentralen Glossars für die einheitliche Definition und Verwendung von Begrifflichkeiten
  • Pflege der Spezifikationen bei immanenten Änderungen der Anforderungen
  • Übernahme der Rohdatenspezifikationen in weitere Standards, z.B. den MME-Standard